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Christophorus - Autosegnungen

Christophorus - Autosegnungen
Christophorus erlitt um 250 in Kleinasien den Märtyrertod, ist aber als einer der vierzehn Nothelfer vor allem durch die "Legenda aurea" (13. Jh.) bekannt, in der der Riese Reprobus bzw. Oforus Pilger über einen Fluß brachte. Als er beim Tragen eines immer schwerer werdenden Knaben zusammenzubrechen droht, gibt sich dieser als Christus zu erkennen und tauft ihn Christophorus.

AUTOSEGNUNGEN
Seit 1928 finden nach französischem Vorbild in St. Christophen bei Wien Autosegnungen statt, die sich seither aber auch in anderen Orten großer Beliebtheit erfreuen und teilweise als Fahrzeugweihen (also auch Traktoren und andere Arbeitsfahrzeuge) gestaltet sind.

Als Patron gegen den jähen Tod trifft man sein möglichst großes Bild in Kirchen an. Man glaubte, daß man bei täglicher Betrachtung des im Wasser stehenden und ein Kind auf den Schultern tragenden Riesen keines unvorhergesehenen und unbußfertigen Todes sterben würde. Das sichere Hinübertragen über den reißenden Fluß brachte Christophorus das Patronat für Schiffer, Flößer, Pilger, Reisende, für den Verkehr und das Transportgewerbe ein. Die Unerläßlichkeit von Kraftfahrzeugen im Alltag und die zunehmende, damit verbundene Gefahr für Gesundheit und Leben bewirkte, daß der hl. Christophorus der Autofahrerpatron wurde. Plaketten am Armaturenbrett mit einer meist halbreliefartigen Abbildung des Heiligen sollen vor Gefahren im Straßenverkehr schützen. Außerdem knüpfte man an dieses Patronat mit dem "Christophorus-Sonntag" an.

Auszug aus dem Buch "Zwischen Aperschnalzen und Zwetschkenkrampus - Oberösterreichische Bräuche im Jahreskreis" von Andrea Euler-Rolle; erschienen im Landesverlag, ISBN 3-85214-591-0




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