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Petrus und Paulus

Die beiden Apostel Petrus (Fischer und 1. Apostel) und Paulus (Saulus) erlitten (zusammen?) unter Kaiser Nero im Jahr 67 das Martyrium und erhielten im 3. Ih. ihren Namenstag am 29. Juni.

PETERLFEUER - PETERLVERBRENNEN
Vielleicht ist die Tatsache, daß Peter und Paul als Unglückstag galt, ein Grund für die Abhaltung von "Peterlfeuern", bei denen der "Peterl" verbrannt wurde:

Am Vorabend des Tages St. Peter und Paul (29. Juni) kommen nach getaner Arbeit die "Gesellschaften" (Zöchn, Passn), lauter Burschen, zu Scherz und Lust aufgelegt, zusammen und schlichten auf einem günstig gelegenen, weithin sichtbaren Platze unter Johlen und Späßen einen hohen Holzstoß auf bis 3-4 m Höhe. Es ist der Stolz jeder Gesellschaft, den höchsten Feuerstoß errichtet zu haben. Unterdessen wird in einem Bauernhause von einigen Burschen der Peterl' hergerichtet. Dieser Peterl - das verkörperte Unheil - ist eine mannsgroße Strohpuppe, angetan mit alten Kleidern. In seinem Innern birgt er ein großes Holzscheit, das mit Pulver gefüllt ist."

Während Paulus eigentlich keine nennenswerte Bedeutung zukommt, ranken sich um Petrus eine Vielzahl von Sagen, Legenden und Vorstellungen, die ihn in keinem günstigen Licht erscheinen lassen und leiten sich viele Spottnamen ab: Struwelpeter, Lügenpeter, "Schwarzer Peter" (Kartenspiel).

Auszug aus dem Buch "Zwischen Aperschnalzen und Zwetschkenkrampus - Oberösterreichische Bräuche im Jahreskreis" von Andrea Euler-Rolle; erschienen im Landesverlag, ISBN 3-85214-591-0




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