Neujahr
In den Städten jedoch beschränkte sich die Neujahrsfeier bald ausschließlich auf die Silvesternacht, wobei allerdings Elemente der Rauhnächte wie Schießen und Orakelspiele übernommen wurden. Eine wichtige Rolle spielt die genaue Uhrzeit, die in Rundfunk und Fernsehen angesagt wird. Um 0.00 Uhr läutet dann die Pummerin, die zweitgrößte Glocke der Welt und Wahrzeichen Österreichs im Stefansdom in Wien, das neue Jahr ein. Während der Glockenklänge wünscht man einander Glück und stößt mit einem Glas Sekt und mit "Prosit Neujahr" an. Anschließend ertönt der Straußwalzer "An der schönen blauen Donau", zu dem zunehmend auch auf den Straßen getanzt wird, wenn die Musik durch Lautsprecher übertragen wird (z.B. in Haslach).
Auszug aus dem Buch "Zwischen Aperschnalzen und Zwetschkenkrampus - Oberösterreichische Bräuche im Jahreskreis" von Andrea Euler-Rolle; erschienen im Landesverlag, ISBN 3-85214-591-0




