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Neujahr

Erst Papst Innozenz XII. bestimmte im Jahr 1691 als Jahresbeginn den 1. Jänner. Bis dahin wechselte der Termin bzw. galt der gesamte Zeitraum der Rauhnächte bis zu Dreikönig als große Wendezeit. Vor allem in ländlichen Bereichen setzte sich die pünktliche Feier des Jahresbeginns lange nicht durch.

In den Städten jedoch beschränkte sich die Neujahrsfeier bald ausschließlich auf die Silvesternacht, wobei allerdings Elemente der Rauhnächte wie Schießen und Orakelspiele übernommen wurden. Eine wichtige Rolle spielt die genaue Uhrzeit, die in Rundfunk und Fernsehen angesagt wird. Um 0.00 Uhr läutet dann die Pummerin, die zweitgrößte Glocke der Welt und Wahrzeichen Österreichs im Stefansdom in Wien, das neue Jahr ein. Während der Glockenklänge wünscht man einander Glück und stößt mit einem Glas Sekt und mit "Prosit Neujahr" an. Anschließend ertönt der Straußwalzer "An der schönen blauen Donau", zu dem zunehmend auch auf den Straßen getanzt wird, wenn die Musik durch Lautsprecher übertragen wird (z.B. in Haslach).

Auszug aus dem Buch "Zwischen Aperschnalzen und Zwetschkenkrampus - Oberösterreichische Bräuche im Jahreskreis" von Andrea Euler-Rolle; erschienen im Landesverlag, ISBN 3-85214-591-0




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