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Mettmacher Passionsspiele

Mettmacher Passionsspiele
Am 1. Oktober 1946 schlossen sich drei Mettmacher zu einer Spielgemeinschaft zusammen mit dem Ziel, "der ländlichen Bevölkerung des Innviertels mit echter Volkstümlichkeit und Frohsinn die wenigen freien Stunden zu verschönern... und die schweren Zeiten des Krieges leichter vergessen zu lassen.

Gruppen wird vor der Vorstellung die Möglichkeit zur Besinnung oder das Beten des Rosenkranzes angeboten.

Nach den ersten Jahren (1947-1949) mit Bauernstücken entschloß man sich, anläßlich des "Heiligen Jahres" 1950 ein Passionsspiel aufzuführen, aus Dank für die glückliche Heimkehr aus dem Krieg, die sogenannte "Heimkehrer-Passion".
In einem Festzelt spielten 200 Mettmacher (von nur 2 500 Einwohnern!) in geliehenen Kostümen die Passion und knüpften damit an eine bis ins Mittelalter reichende Tradition an. Seit 1960 führt die Spielgemeinschaft in einem zehn bzw. fünfjährigen Rhythmus die Passion Christi in einer eigenen Halle mit rund 1500 Sitzplätzen auf. Sie trägt nach wie vor den Untertitel "Heimkehrer-Passion", womit ausgedrückt werden soll, daß es den Mettmachern nicht um Geschäft, Fremdenverkehr und Publicity geht, sondern um echte Glaubensdarstellung.

Auszug aus dem Buch "Zwischen Aperschnalzen und Zwetschkenkrampus - Oberösterreichische Bräuche im Jahreskreis" von Andrea Euler-Rolle; erschienen im Landesverlag, ISBN 3-85214-591-0




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