Fastenzeit

ASCHERMITTWOCH
Der erste Tag der österlichen Fastenzeit gilt auch heute noch zusammen mit dem Karfreitag als strengster Fasttag.
Aschenkreuz - Die Bezeichnung "Aschermittwoch" geht auf den Kirchenbrauch zurück, Gläubige mit einem Kreuz aus der Asche der letztjährigen Palmbuschen zu versehen. Die Tradition geht auf altkirchliche Bußpraktiken zurück, bei denen Asche als Zeichen der Buße eine Role spielte. Außerdem verbinden sich damit Vorstellungen von der Vergänglichkeit
In der Fastenzeit enthält man sich entweder jeder Nahrung oder verzichtet auf den Genuss von Fleisch. Heute halten viele Menschen die Fastenzeit ein, indem sie auf jeden Alkoholgenuss und auf Nikotin verzichten. Als typische Fastenspeise galten Fische, die in den Flüssen Oberösterreichs reichlichst vorhanden waren und in den Fischkaltern der Klöster gezüchtet wurden (z.B. Stift Kremsmünster).
Daneben gibt es geformte Gebäcke wie z.B. Brezeln, die von den Klöstern ihren Ausgang nahmen und möglicherweise auf die gekreuzte Armhaltung der Nonnen und Mönche zurückgehen.
Auszug aus dem Buch "Zwischen Aperschnalzen und Zwetschkenkrampus - Oberösterreichische Bräuche im Jahreskreis" von Andrea Euler-Rolle; erschienen im Landesverlag, ISBN 3-85214-591-0




