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Georgiritt

Georgiritt
An seine Patronate für Pferde und Reiter in Kombination mit dem für Bauern knüpfen zahlreiche Georgiritte an. Diese Reiterprozessionen haben ihre Vorgänger in feierlichen Umritten, wie sie in Zeiten vor der Mechanisierung der Landwirtschaft und des Zeitalters des Traktors und Mähdreschers üblich waren. Durch die geänderte Rolle des Pferdes weg vom Arbeitstier wandelt sich auch die Bedeutung der Georgiritte.


REITERSPIELE
Aus den Geschicklichkeitswettkämpfen der Bauernburschen haben sich Reiterspiele entwickelt, die oft an die Georgi- oder Leonhardiritte anschließen und zusätzliche Zuschauer anlocken.

"Nach einer kurzen Galoppvorführung gilt es, beim Kranzlstechen einen mit roten und weißen Bändern umwundenen Reisigkranz von einer hohen Stange herunterzuholen. Wer es schafft, darf sich den Kranz voller Stolz zwischen Fuß und Steigbügei einhängen.
Beim Blochziehen treten Noriker und Haflinger an, um einen Holzbloch von 0,5 bis 2,35 Festmeter in 1,5 Minuten 30 Meter weit zu ziehen."
Beeinflußt durch bayerische Veranstaltungen (z.B. in Traunstein) läuft nun eine historische Schau um die alten Ritter ab, wie z.B. in Micheldorf:

"Dem Festzug voran reitet der Ritter Georg, gefolgt von seinem Hofstaat in historischen Trachten und dem Burgkaplan hoch zu Roß. Streng bewacht wird auch der Delinquent in Begleitung des Scharfrichters mitgeführt."
Paula Hofinger, Micheldorf, 1992

Hier wird eine Sage (ein Jörger von der Burg Altpernstein ließ einen zum Tode Verurteilten anläßlich seiner Wallfahrt auf den Georgiberg bei Micheldorf begnadigen) als Begründung für den seit 1935 durchgeführten Festzug genommen, auf der Suche nach neuen Schwerpunkten und um den optischen Reiz für die Zuschauer zu erhöhen.

Auszug aus dem Buch "Zwischen Aperschnalzen und Zwetschkenkrampus - Oberösterreichische Bräuche im Jahreskreis" von Andrea Euler-Rolle; erschienen im Landesverlag, ISBN 3-85214-591-0




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