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Rauhnächte

Ursprünglich galt die Bezeichnung "Rauhnächte" für jene Zeit zwischen der Thomasnacht (Wintersonnenwende am 21.12.) und Dreikönig, wurde dann aber auf den Zeitraum vom 24. Dezember bis 6. Jänner eingeschränkt.

Dieser Spruch bezieht sich auf die jeweils zu den Rauhnächten, Thomas (21. Dezember), Heiligabend, Silvester und Dreikönig genossenen Speisen, also fette, reichliche Mahlzeiten (z. B. Rahmstrudel) oder Fastenspeisen (z. B. "gespeite Erdäpfel).

Tatsächlich zogen noch bis zum 2. Weltkrieg Perchten, Thommerln und sonstige unheimliche Gestalten der "Wilden Jagd" durchs Land.

Um all diese (gefährlichen) Geister abzuwehren, räucherte man Haus, Hof, Stall und Scheune aus. Bis heute gelten der Vorabend des Christfests, des Neujahrstags und des Dreikönigtags als beliebteste Termine dafür.

Auszug aus dem Buch "Zwischen Aperschnalzen und Zwetschkenkrampus - Oberösterreichische Bräuche im Jahreskreis" von Andrea Euler-Rolle; erschienen im Landesverlag, ISBN 3-85214-591-0




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