Stephan
KRAMBAMPERLBRENNEN
"Ein Brauch des Salzkammergutes ist das 'Krambamperlbrennen', das alljährlich am 26. Dezember in den Gasthäusern der Orte Ebensee und Bad Goisern zelebriert wird. Auf den Gasthaustischen werden Gläser mit Slibowitz, Zwetschkenschnaps oder anderen Schnapsarten mit mindestens 50 Prozent Alkoholgehalt aufgestellt. Anschließend wird der Schnaps entzündet, und die am Tisch sitzenden Personen bringen auf Gabeln eine beliebige Anzahl von Würfelzuckerstücken in der Alkoholflamme zum Schmelzen. Der flüssige Zucker tropft langsam in das Glas, färbt den Schnaps bräunlich und gibt ihm einen süßlichen Geschmack. Nach dem Erlöschen der Flamme wird das Glas von den, am Tisch sitzenden Personen herumgereicht und Schluck um Schluck geleert."
KLETZENBROT ANSCHNEIDEN
Am Stephanitag ging man häufig zum 'Störibrotkosten' bei Verwandten und Bekannten, um die neunerlei Scherzl' zusammenzubringen, die nach altem Glauben erst Glück und Kraft im neuen Jahr sichern sollten. Wie beim Steffelritt kommen dabei die Burschen oft gruppen- und zechenweise durch das Dorf gezogen, um überall bei den Mägden nach dem Störilaib zu fragen, den jede von ihrem Bauern als zusätzliches Weihnachtsgeschenk erhält. Oft erscheinen sie dabei in abenteuerlichem Aufzug, vermummt und geschwärzt, als Landstreicher und Zigeuner, mit einer polternden Karre, einem leeren, aber mit einigen Steinen gefüllten Jauchefass (der 'Hilling'), mit Lärm und Peitschenknallen wie im mitternächtlichen Hillingfahren in der Gegend zwischen Munderfing und St. Pantaleon oder im Störibrotreiten' zwischen Aspach, Rossbach und Neukirchen."
Auszug aus dem Buch "Zwischen Aperschnalzen und Zwetschkenkrampus - Oberösterreichische Bräuche im Jahreskreis" von Andrea Euler-Rolle; erschienen im Landesverlag, ISBN 3-85214-591-0






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