Kontakt Inhaltsverzeichnis Startseite Impressum zur Hauptnavigation (linke Spalte) springen direkt zum textinhalt dieser Seit springen direkt zur Suche dieser Seit springen direkt zur Suche dieser Seite springen

Christmette

Erst seit dem 19. Jh. beginnt die Christmette (eingedeutschte Bezeichnung für Matutin, das nächtliche Stundengebet) um Mitternacht, nachdem zuvor von 4 Uhr oder 5 Uhr als Anfangszeit wegen der stundenlangen Belustigungen in Gasthäusern und Ausschreitungen in den Kirchen abgerückt wurde.

Dass heute die Mitternachtsmette nicht um 24 Uhr, sondern schon früher (22 oder 23 Uhr) beginnt, liegt daran, dass vielen Kirchgängern das Warten zu lange wurde. In manchen Orten hat man sich dadurch beholfen, daß am Nachmittag eine sogenannte "Kindermette" abgehalten wird.

"Nach der Mette um ca. 0.00 Uhr gibt es in Kopfing ein Turmblasen: zwei Gruppen Turmbläser spielen abwechselnd. Die eine Gruppe, bestehend aus 2 Flügelhörnern, 2 Bassflügelhörnern und Bass spielt weichere, innigere Melodien, während die andere Gruppe von einem Balkon aus mit 2 Trompeten und 2 Zugposaunen die weihnachtlichen Weisen in die Nacht hinausschmettert. Das Lied 'Stille Nacht' bildet auch hier den Abschluss. Die Turmbläser werden nach dem Spiel noch zu einem Umtrunk und einem Imbiss eingeladen."

Johann Klaffenböck, St. Aegidi, 1992

Auszug aus dem Buch "Zwischen Aperschnalzen und Zwetschkenkrampus - Oberösterreichische Bräuche im Jahreskreis" von Andrea Euler-Rolle; erschienen im Landesverlag, ISBN 3-85214-591-0




Zurückzurück